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“Miteinander Reden” – Erster Stammtisch der BiW war ein Erfolg

Interessante und prominente Gäste im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern von Wildau

Der erste Stammtisch der BiW erlebte am 6. August einen erfolgreichen Auftakt im Cafe 21 in Wildau. Ca. 25 interessierte Bürger, Unterstützer der Bürgerinitiative und spannende Gäste, sorgten für eine engagierte, aber lockere Unterhaltung in einem sehr gemütlichen Rahmen.

1. Stammtisch der Bürgerinitiative Wildau mit Prominenten Gästen
Foto: Manfred Tadra

Es waren als Gründungsmitglieder der BiW anwesend: Prof. Dr. László Ungvari – unser Ehrenbürger von Wildau. Er erinnerte u.a. daran, dass im positiven Meinungsstreit mit dem damaligen Bürgermeister Dr. Uwe Malich u.a. erreicht werden konnte, dass Wildau sich nunmehr Stadt nennen darf. Prof. Dr. László Ungvari zeigte sich betroffen, über das Erscheinungsbild von Wildau und die negativen Schlagzeilen, die immer wieder über Wildau zu lesen sind. Er sprach davon, dass doch früher immer ALLE an einem Strang gezogen hätten und es unverständlich ist, dass unter der Amtsführung von Angela Homuth nun alle Projekte, die schon auf dem Weg waren, wie z.B. die Kita, neu begonnen, oder ganz neu geplant werden.
Er hätte auch den Eindruck, dass Frau Homuth zu ein und demselben Thema unterschiedliche Meinungen äußert, je nachdem, mit wem sie redet.

Thomas Kuhn – ehemaliger Vorsitzende des Gewerbevereins – regen verschiedene Dinge wirklich auf, wenn er an die aktuelle Situation in Wildau denkt. Besonders stört ihn jedoch, dass es keine Atmosphäre des kollegialen Dialogs gibt in der SVV. Dass er sogar Offene “Hassausbrüche” erleben musste. Das hat ihn dann auch bewogen, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative zu werden.

Christine Stüber-Errath – Bürgerin von Wildau – moderierte die Gesprächsrunde und stellte am Ende der 90-minütigen lockeren Diskussion fest, dass es unbedingt möglich sein muss, offen über die Probleme, die die Menschen interessieren, reden zu können. Sie würde sich dafür einsetzen, dass der Stammtisch regelmäßig weitergefürt wird.

Zum Beispiel gab Herr Höhne zu bedenken, dass dringend eine Eisenbahnunterführung gebaut werden muss, weil noch niemand daran gedacht hat, wie die Rettungskräfte zu ihrem Einsatzort gelangen sollen, wenn bei 10-minütiger Taktfolge der S-Bahn, ständig die Schranke geschlossen ist.
Es wäre auch unbedingt zu überdenken, ein intelligentes Einbahnstraßen-System für die Jahn- und Fichtestraße zu entwerfen, um den Verkehr besser fließen zu lassen.

Die BiW wurde unter anderem vertreten durch Ronni Krzyzan, die als engagierte Wildauer Bürgerin seit Jahren alle politischen Prozesse in Wildau verfolgt und sich persönlich besonders für das Thema “Kultur & Kunst – Visionen für Wildau” beim Stammtisch einsetzen möchte.

Der Einladung zum “Miteinander Reden” ist u.a. Dr. Peter Danckert (SPD) – 15 Jahre direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages gefolgt. Er konnte in seiner Amtszeit, speziell für Wildau immer wieder beitragen, dass große Projekte erfolgreich waren, wie z.B. die Sanierung der “Schwartzkopff-Siedling”. Sein Herz hängt weiterhin an Wildau und er erinnerte an die Zeiten des Aufbruchs, in denen hier in Wildau so viel voran gegangen ist. Er sprach auch vom gemeinsamen Ringen aller politischen Kräfte früherer Zeiten, um den Fortschritt in Wildau. ALLE – egal welcher Partei sie angehörten – hätten immer lösungsorientiert gehandelt.

Er sei sehr frustriert, dass derzeit in Wildau Stagnation herrscht. Die Stadt sei in einer “grauenhaften” Situation. Die Blockade Politik der Bürgermeisterin Angela Homuth sei unerträglich und vor allem nicht nachvollziehbar. Lösungsansätze für die aktuellen Fragen wie zum Beispiel der Zuzug und wo die Menschen, die hier arbeiten wohnen sollen, müssen dringend geschaffen werden.
Er hätte Verständnis für alle Menschen die sagen, dass es so nicht weitergehen kann.

Dr. Uwe Malich – 18 Jahre Bürgermeister von Wildau und noch immer hochgeschätzt bei den Bürgerinnen und Bürgern von Wildau – gab einen kurzen, äußerst interessanten Einblick in die erfolgreiche Entwicklung der Stadt. In Wildau konnte in der Vergangenheit unglaublich viel vorangebracht werden, auch weil ALLE immer MITEINANDER um eine bürgernahe Politik bemüht waren und sich für den Fortschritt der Stadt eingesetzt haben.

Dr. Uwe Malich stellte außer Frage, dass die Zeiten für alle Kommunen durch Corona auch schwierig seien. Dass in Wildau derzeit jedoch so viel Potenzial ungenutzt bleibt. Er sagte sinngemäß:

… In den letzten Jahren wurden Investitionen in die technische und soziale Infrastruktur getätigt, die zur weiteren Ansiedlung von Unternehmen geführt haben. Viele neue Arbeitsplätze konnten geschaffen werden. Auch ist es erfreulich, dass sich Gewerbe und Forschungseinrichtungen, wie das RKI in Wildau ansiedeln. Aber wo sollen denn die Menschen wohnen. Zwar sei in Wildau der Raum begrenzt, wo gebaut werden könnte, trotzdem müsse ein moderates Wachstum möglich sein. Und Dr. Malich äußerte – etwas ironisch – in Richtung Dr. Jürgen Leibfried, BAUWERT AG: “Ich hoffe, dass Sie noch durchhalten?” …

Diese Frage beantwortete Dr. Jürgen Leibfried mit einem klaren JA!. Wie er denn die Situation am Dahme-Nordufer einschätzen würde, wollte Christine Stüber-Errath dann wissen.

Dr. Jürgen Leibfried von der BAUWERT AG beschrieb ein ” Hickhack” mit der Stadt Wildau unter Führung der Bürgermeisterin Frau Homuth zum Thema Bebauung des Dahme-Nordufers. Geschlossene Verträge und Abmachungen werden seitens der Stadt nicht erfüllt.
Vorleistungen des Investors zur Altlasten-Sanierung werden ignoriert. Die BAUWERT AG hat alle Dokumente und Verträge für jeden Bürger transparent im Internet unter www.dahmeufer.de eingestellt.

Auf Grund der Nachfrage von Herrn Höhne, erläuterte Dr. Jürgen Leibfried dann noch den Stand der Machbarkeitsstudie des Büros Vössing zu den Varianten der Bahnunterführung Westkorso und Freiheitstr. (beide Varianten sind möglich): “Nachdem Frau Homuth am 14.9.20, zusammen mit Herrn Scheiner entschieden hatte, dass nur noch eine Unterführung an der Freiheitsstr in Frage kommt, haben wir uns darauf konzentriert. Alle Planungen wurden von uns bezahlt (mittlerweile über 250.000 €). Frau Homuth hatte sich aber dann gegenüber der zuständigen Dame von der Deutschen Bahn im Nachgang sehr unwillig gezeigt, nach dem Motto „eigentlich braucht Wildau gar keine Bahnunterführung“.
Herr Dr. Leibfried sagte dann noch, dass er verwundert sei, dass die Machbarkeitsstudie nun im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt werden soll, aber die BAUWERT AG dazu nicht eingeladen ist.

Dann gab es noch eine rege Diskussion darüber, warum denn die Freiheitsstraße als Unterführung besser geeignet sein soll und Westkorso völlig ausgeschlossen wurde von Frau Homuth und Herrn Scheiner.

Mehrere Stimmen im Cafe 21 gingen in die Richtung, dass man vermuten könnte, dass Herr Scheiner das nicht möchte, weil er dort wohnt.

Am Ende des regen Meinungsaustausch, gab es dann noch zur Feststellung von Herrn Laneus engagierte Äußerungen, dass es doch für die Bürgerinnen und Bürger von Wildau unverständlich sei, dass eine Bürgermeisterin noch im Amt ist, obwohl ein Ermittlungsverfahren gegen sie läuft, wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit. Nicht nur Herr Laneus sagte, dass in jedem anderen Betrieb ein MitarbeiterIn bzw. auch der Chef sofort suspendiert bzw. gekündigt worden wäre, wenn auch nur der leiseste Verdacht bestehe, sich gesetzeswidrig verhalten zu haben.

Es verunsichert die Menschen, dass bei einer Politikerin, die auch noch Bürgermeisterin ist, offenbar ganz andere Maßstäbe gelten.

Die Gäste des ersten BiW Stammtisches verabschiedeten sich mit dem Wunsch, dass die Gespräche weitergehen und die Menschen nach Corona wieder enger zusammenrücken.

Daraufhin konnte Christine Stüber-Errath mitteilen, dass die Bürgerinitiative das 3. Kinofestival am 22. August (Platz hinter REWE) unterstützen wird. Durch das Engagement der Bürgerinitiative, konnte die bekannte Künstlerin Dagmar Frederic verpflichtet werden. Sie wird am 22. August um 16 Uhr ihr aktuelles Programm “Ich bereue nichts” vorstellen.,

Das Besondere sei, dass durch den Veranstalter – WGW – mit Herrn Kröning an der Spitze und weiteren Sponsoren es möglich ist, sowohl das Konzert am Nachmittag, als auch den Kino-Film am Abend 20 Uhr – allen Bürgerinnen und Bürgern freien Eintritt zu gewähren.

Motivation für die Bürgerinitiative und die WGW, trotz Corona- Bedingungen, dieses Festival zu organisieren sei der Wunsch, dass die Menschen eine schöne Zeit haben können und Spaß, sich zu treffen. Und das vor der eigenen Haustür.

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