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Reaktion auf die Stellungnahme der Bürgermeisterin auf der Website der Stadt Wildau

Auf der Website der Stadt Wildau ist eine Pressemitteilung der Bürgermeisterin in Interviewform veröffentlicht worden, allerdings ohne Datum. 

Der Inhalt ist eine Stellungnahme der Bürgermeisterin zu verschieden Themen, so auch dazu, wie sie angeblich mit Bürgern und „Vertretern der Bürgerinitiative“ kommuniziert. Dazu einige Klarstellungen von mir. 

Ich war am letzten Donnerstag im Juli 2021 im Rathaus, im Einwohnermeldeamt, um private Anliegen zu erledigen. Die Bürgermeisterin hat mich als langjährigen Freund zum Kaffee in ihr Büro eingeladen. Sie hat mir auch bei der Erledigung meines Anliegens geholfen. 

Nun, wenn man da so zusammensitzt und fast drei Jahre sich nicht begegnet hat, gab es wohl viele Themen, über die gesprochen werden konnte.

Ich war dort als Privatperson und nicht als Berater der BI anwesend, jedoch steuerte ich das Gespräch nach privaten Themen zunächst auf Unzulänglichkeit der Stadt in meinem Wohnumfeld zu. 

Ich bin dann in meinen Äußerungen darauf eingegangen, dass ich es für äußerst schlecht halte, dass im Stadtzentrum der Brunnen seit geraumer Zeit außer Betrieb ist und auf dem zentralen Platzt zwischen den Steinen Unkraut wuchert, sowie die ungepflegten Grünstreifen am Straßenrand (zum Beispiel Karl-Mars-Straße), aber auch die wuchernden Hecken entlang den Straßen einen Eindruck der Verwahrlosung prägen.
Die Bürgermeisterin sagte zu mir, dass die Grünen es wohl verboten hätten, die zu früheren Zeiten übliche Pflege durchzuführen.
Zu dem Brunnen sagte sie, dass da ein Konstruktionsfehler aus der Vergangenheit wohl vorläge, aber der Fehler soll bald behoben werden und der Brunnen soll wieder funktionieren. Dies ist – nach meinem Kenntnisstand – bis heute nicht passiert.

Es gab noch weitere Themen, die ich als Privatperson angesprochen habe, aber jedes Mal kamen von der Bürgermeisterin Antworten wie aus der Pistole geschossen, dass immer wieder andere Personen und Umstände Schuld an den Missständen hätten. Ich wurde nachdenklich und aus dem Gespräch mir wurde das erste Mal so richtig klar, dass Angela in einer ganz anderen Welt lebt. In einer Welt, wo es keine Probleme gibt und wenn doch, dann sind immer andere Personen Schuld an der Misere. Mir wurde klar, dass sie keine Probleme an sich heranlässt. Zu dem Gespräch habe ich dann zu Hause ein Gedächtnisprotokoll angefertigt, welches ich Angela zugesandt habe. Sie hat postwendend reagiert und sie hat mein Protokoll noch um einen weiteren Punkt ergänzt.

Die Muschebubu-Veranstaltungen mit der Bezeichnung „Speaker Corner“, mit der eigentlich das englische Original verspottet wird, können auch nicht als ein ernsthaftes Gesprächsforum angesehen werden, denn sie sind zwar quasi-öffentlich, aber von den fast flüsternd ausgetauschten Inhalten bekommt niemand was mit. Wenn so etwas ernst gemeint wäre, dann müsste alles über Lautsprecher in die Welt hinausgetragen werden. Es müsste jemand (Mitarbeiter, Referent) die Anliegen der Bürger aufnehmen (schriftlich oder auf Tonträgern). Der Bürger müsste ein festes Datum bekommen, zu welchem er eine verbindliche Antwort erhält, oder zu dem sein Anliegen bereits erledigt sein wird. 

Die aufgenommenen Anliegen der Bürger müssten an die Stadtverwaltung und SVV weitergeleitet werden.

Ich bekomme den Verdacht nicht los, dass diejenige Person, die diese Veranstaltung in dem vorliegenden Format der Bürgermeisterin anempfohlen hat, der Bürgermeisterin eher schaden als nutzen wollte. 

Eine echte und ehrlich gemeinte Kommunikation kann keineswegs darin bestehen, dass ständig Fakten geleugnet werden bzw. Fakten portionsweise zugegeben werden, wenn ein Leugnen infolge investigativer Nachforschungen nicht mehr möglich ist. Eine ehrlich gemeinte Kommunikation in dem Fall der Stadt Wildau kann nur stattfinden, wenn eine Bewältigung der Vergangenheit der letzen fast drei Jahre durch öffentliches Bekenntnis der Schuld bei (groben und kleineren) Fehlentscheidungen und des angetanen Unrechts gegen Personen und Einrichtungen sowie eine öffentliche Entschuldigung für dies alles stattfindet.

gez: Prof. Dr. Prof. E. h. mult. Dr. h. c. mult. László Ungvári


Links: Pressemitteilung der Bürgermeisterin Angela Homuth

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